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Anfrage zur Digitalisierung im Kreisjugendamt und weiteren Entwicklungsmöglichkeiten

Die FDP-Kreistagsfraktion wird zusammen mit ihrem Koopertationspartner der CDU-Kreistagsfraktion zur kommenden Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 08.10.2026 eine Antrage zur Digitalisierung im Kreisjugendamt und weiteren Entwicklungsmöglichkeiten  stellen. 

Anfrage:
Die Fraktionen von CDU und FDP begrüßen ausdrücklich die kontinuierlichen
Anstrengungen der Kreisverwaltung, die Dienstleistungen des Jugendamtes im Sinne
einer modernen, bürgernahen und serviceorientierten Verwaltung weiterzuentwickeln.
Die Digitalisierung bietet dabei große Chancen, Informationen, Serviceangebote und
Verwaltungsleistungen für Familien einfacher, schneller und transparenter zugänglich
zu machen. Gleichzeitig können digitale Angebote dazu beitragen, Papier- und
Druckaufwand zu reduzieren, Ressourcen zu schonen und Verwaltungsabläufe noch
effizienter zu gestalten, selbstverständlich unter Beibehaltung analoger Zugangswege
für Bürgerinnen und Bürger, die diese weiterhin benötigen.
 

Mit dem digitalisierten Familienkompass ist bereits ein gelungenes Beispiel
geschaffen worden. Das Angebot erleichtert Familien die Orientierung, bündelt
wichtige Informationen an zentraler Stelle und ermöglicht einen zeitgemäßen Zugang
zu den vielfältigen Leistungen des Jugendamtes.
 

Vor diesem Hintergrund interessiert die Fraktionen von CDU und FDP, welche
weiteren Entwicklungsmöglichkeiten die Verwaltung im Bereich der Digitalisierung des
Jugendamtes sieht. Ziel ist es, den bereits erfolgreich eingeschlagenen Weg
gemeinsam weiter zu begleiten und weitere Potenziale für einen modernen,
bürgerfreundlichen Service für Familien zu identifizieren.
 

Eine besondere Chance bietet dabei aus Sicht der Fraktionen von CDU und FDP der
geplante und von uns ausdrücklich unterstützte Neubau des Kreisjugendamtes. Mit
einer modernen Büro- und Beratungsarchitektur können nicht nur zeitgemäße
räumliche Bedingungen geschaffen, sondern zugleich neue Formen derZusammenarbeit, des digitalen Arbeitens und des Bürgerkontakts ermöglicht werden.
Der Neubau bietet damit die Gelegenheit, bauliche, technische und organisatorische
Modernisierung von Beginn an zusammenzudenken.
 

Die Verwaltung wird daher um Beantwortung der folgenden Fragen gebeten:
 

1. Welche weiteren Informationsangebote, Broschüren, Wegweiser oder
Serviceleistungen des Jugendamtes könnten aus Sicht der Verwaltung künftig (nach
dem Vorbild des Familienkompasses) digital bereitgestellt werden?
 

2. Welche weiteren Verwaltungsprozesse, Online-Dienstleistungen oder
Antragsverfahren eignen sich aus Sicht der Verwaltung für eine schrittweise
Digitalisierung, um den Zugang für Familien weiter zu erleichtern und
Verwaltungsabläufe noch effizienter zu gestalten?
 

3. Welche Maßnahmen werden bereits umgesetzt oder sind geplant, um digitale
Angebote barrierefrei, nutzerfreundlich und für alle Bürgerinnen und Bürger möglichst
niedrigschwellig zugänglich zu gestalten?
 

4. Wie wird sichergestellt, dass digitale Angebote bei Bedarf weiterhin durch
gedruckte Informationen oder Formulare ergänzt werden, sodass alle Bürgerinnen
und Bürger (unabhängig von ihren digitalen Möglichkeiten) Zugang zu den Angeboten
des Jugendamtes haben?
 

5. Welche weiteren Digitalisierungsvorhaben plant die Verwaltung mittel- und
langfristig im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe?
 

6. Welche Chancen sieht die Verwaltung, den geplanten Neubau des
Kreisjugendamtes als Impuls für eine umfassendere Modernisierung des
Jugendamtes zu nutzen, um interne Prozesse, digitale Datenhaltung und
Informationsverfügbarkeit effizienter und medienbruchfreier zu gestalten, die digitalen
Informations-, Kommunikations- und Zugangsmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche
und Familien weiter auszubauen sowie durch die Verbindung von digitalem Arbeiten,
flexibler Raumnutzung und neuen Formen der Zusammenarbeit moderne
Arbeitsformen zu ermöglichen?
 

7. Welche technischen, räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen sollten
aus Sicht der Verwaltung hierfür bereits bei der Planung und Umsetzung des
Neubaus berücksichtigt werden, um spätere Anpassungen zu vermeiden und eine
zukunftsfähige Weiterentwicklung des Jugendamtes zu ermöglichen?

Die Fraktionen von CDU und FDP verstehen Digitalisierung als wichtigen Baustein
einer modernen Verwaltung und als Chance, den Service für Familien kontinuierlich
weiter zu verbessern. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass digitale Angebote
dort eingesetzt werden, wo sie einen echten Mehrwert bieten, ohne dabei bewährte
analoge Zugangswege aus dem Blick zu verlieren.
 

Mit dieser Anfrage möchten die Fraktionen von CDU und FDP den konstruktiven Weg
der Kreisverwaltung ausdrücklich begleiten und die bereits erfolgreichen Ansätze, wie
den Familienkompass, als Impuls für weitere innovative, bürgerfreundliche und
serviceorientierte Entwicklungen aufgreifen.